Themen Angebote

HALT(UNG) FÜR KÖRPER UND SEELE

Positive autorität

Autoritativ erziehen in der Schule

„Ich möchte deutlich machen, dass unsere Schulen die Illusion aufgeben müssen, sie wären nur für die Köpfe der Kinder zuständig und der Rest hinge allein von den Eltern ab. Schule und Lehrer sind ein so wichtiger, einflussreicher und direkter Bestandteil des Lebens der Kinder und ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung, dass es an der Zeit ist, Verantwortung zu übernehmen. Das kann nur in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und Schülern geschehen und muss auf gegenseitigem, persönlichem Vertrauen basieren, wenn es Erfolg haben soll.
Jesper Juul

Inhouse-Angebot

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Dieses Angebot richtet sich an alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und sich mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welche Art von Beziehung biete ich Kindern und Jugendlichen an?
  • Welche Erziehungsziele habe ich?
  • Wie motiviere ich Kinder und Jugendliche?
  • Wie kann ich Verhaltensänderungen bewirken?
  • Wie reagiere ich in schwierigen Situationen?
  • Suche ich Fehler eher bei mir oder bei anderen?
  • Bin ich bereit, an mir selbst zu arbeiten?
  • Wann bin ich zufrieden mit mir?
  • Wie gehe ich mit Enttäuschungen um?
  • Was heißt für mich professionelles Handeln?

Die Fortbildung vermittelt die für den autoritativen Erziehungsstil wichtigen inneren Haltungen und zeigt, wie diese in der Praxis von Erziehung, Kindergarten, Schule, Jugendhilfe, Elternarbeit, Betreuung, Beratung und Supervision anwendbar sind.

Die Teilnehmenden lernen,

  • die innere Unabhängigkeit zu bewahren,
  • Verhalten einzufordern,
  • Erfolgsvoraussetzungen zu schaffen,
  • Kinder und Jugendliche zu dem gewünschten Verhalten zu motivieren,
  • Verhalten zu überprüfen,
  • mit problematischem Verhalten umzugehen,
  • die eigene Entwicklung zu reflektieren und zu steuern,
  • wie entsprechende Teamentwicklungsprozesse gefördert werden können.

Nachhaltigkeit
Je mehr Lehrkräfte, Sozialarbeiter/-innen, Erzieher/-innen etc. nach demselben Erziehungsstil arbeiten, desto leichter und effektiver ist ihre pädagogische Arbeit. Die gemeinsame Teilnahme mehrerer Kolleginnen und Kollegen aus einer Schule bzw. Einrichtung verbessert daher die Chance auf die nachhaltige Umsetzung der Fortbildungsinhalte. Anmeldungen von Teams werden deshalb bevorzugt berücksichtigt.

Dauer:     5 Tage/35 Std.

Für Schulen und soziale Einrichtungen bieten wir die Fortbildung vor Ort an. Sie findet in der Regel in Form eines drei- und eines zweitägigen Veranstaltung statt. Zwischen den beiden ver-anstaltungsteilen liegen ca. drei Monate, so dass die Inhalte in die Praxis umgesetzt werden können.

Referent
Thomas Grüner (Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut (HPG) und Supervisor, ist Ausbilder für Me-diation und Tat-Ausgleich und Mitbegründer des Programms Konflikt-KULTUR. Er ist seit 1997 in der Organisations- und Schulentwicklung tätig und verfügt über mehrjährige Erfahrungen im Bereich Kinder- und Jugendschutz.

Konflikt-KULTUR
Das Programm Konflikt-KULTUR ist ein umfassendes, praxiserprobtes und wissenschaftlich eva-luiertes Fortbildungs- und Präventionsprogramm. Es wird seit 1997 in Deutschland und in der Schweiz an 225 Einrichtungen nachhaltig implementiert. Im Einzelnen sind dies 5 Jugendhäu-ser/-bildungsstätten, 5 Schülerhorte/Heime, 55 Grundschulen, 49 Hauptschulen (teilweise mit Werkrealschule), 27 Realschulen, 13 Erweiterte Realschulen, 10 (Integrierte) Gesamtschulen, 18 Gymnasien, eine Waldorfschule, 20 Berufsbildende Schulen sowie 22 Förderschulen.

Literatur
Fröhlich-Gildhoff, K./Rönnau-Böse, M. (2011). Resilienz. Stuttgart: UTB.

Fuhrer, U. (2006). Erziehungskompetenz. Bern: Huber.

Grüner, T./Hilt, F./Tilp, C. (12. vollständig überarbeitete Neuauflage 2015): „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Hamburg: AOL-Verlag

Himmelseher, S. (2009). Warum ist der autoritative Erziehungsstil erfolgreicher als andere? GRIN

Juul, J. (2013): Schulinfarkt. Was wir tun können, damit es Kindern, Eltern und Lehrern besser geht. München: Kösel-Verlag.

Omer, H./Schlippe, A. von (2010). Stärke statt Macht. Neue Autorität in Familie, Schule und Gemeinde. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Winterhoff, M. (2009). Warum unsere Kinder Tyrannen werden. München: Goldmann.